Deutsches Schiffahrtsmuseum
Einzigartig
ist die Abteilung „Moderne Navigation“ im Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM)
in Bremerhaven ohnehin schon: Von einer Schiffsbrücke mit originalen
Instrumenten blickt der Besucher auf den aktiven Schiffsverkehr auf der
Außenweser und kann Navigationsinstrumente wie Kreiselkompaß
und Radargeräte ebenso interaktiv in ihrer Funktion erfahren wie die
Verfahren der Satellitennavigation. Ganz neu und erstmals überhaupt
in einem Museum in Deutschland zu bestaunen ist mit einer hochmodernen
Wärmebildkamera nun auch Spitzentechnologie aus den USA.
Die schwimmenden Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge von heute sind aus Gründen der Schiffs- und Verkehrssicherheit verpflichtet, Nachtsichtsysteme zu fahren. Restlichtverstärker, wie es sie in Fernglasgröße inzwischen auch für private Verwender gibt, sind für die Schifffahrt schlecht geeignet, da die vielen blinkenden und blitzenden Lichter der Seezeichen in unseren Revieren sie erheblich stören. Moderne, ursprünglich für militärische Verwendung konzipierte Nachtsichtsysteme arbeiten hingegen mit einem Wärmebild. Mit Hilfe einer Kamera, die Wärmedifferenzen der Objektoberflächen misst, aufnimmt und auswertet, entsteht ein visuelles Bild, das einem schwarzweißen Fernsehbild ähnelt. Beispielsweise gegenüber einem Radarbild besteht der Vorteil dieses Verfahrens darin, dass die so gelieferten Wärmebilder viel leichter zu interpretieren sind, da sie dem vom menschlichen Auge am Tage erfassten Bild ähneln.
Die nun auf der linken Brückennock
der DSM-Schiffsbrücke installierte Wärmebildkamera wurde dem
Museum von der Deutschen Niederlassung der Firma Raytheon (USA), einem
der Marktführer für nautisches und militärtechnisches Gerät,
überlassen. „Nun können die Besucher der Brücke direkt das
natürliche Bild der Außenweser mit dem Radar- und dem Wärmebild
vergleichen, was besonders in den dunklen Wintermonaten interessante Aufschlüsse
erlaubt“, erläutert Dr. Albrecht Sauer vom DSM. Auch ein Vergleich
der verschiedenen Geräteproportionen ist aufschlußreich und
zeigt die Vorzüge heutiger Hochtechnologie: Während für
die Unterbringung von Radarschirmen und -anlagen viel Platz benötigt
wird, erweist sich die „Thermal Imaging Camera“ der „Nightsight 200“- Serie
geradezu als Winzling, deren Bilder
sich per Schnittstelle auch direkt an
portable Datenverarbeitungssysteme wie Laptops und Drucker übertragen
lassen.
Sachkundige Demonstrationen der Wärmebildkamera
– wie der gesamten Schiffsbrückenanlage – finden zu jeder vollen Stunde
während der Öffnungszeiten des Museums zwischen 10.00 und 18.00
Uhr statt. Nähere Auskünfte erteilt Dr. Albrecht Sauer, DSM,
unter Tel. 0471/48207-25 oder Email: sauer@dsm.de.
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Der Arbeitskreis „Geschichte der deutschen
Hochseefischerei“ am Deutschen Schiffahrtsmuseum, der zuletzt mit der Einrichtung
einer Gedenkstätte für die deutschen Hochseefischer in Vík
auf Island für Aufsehen sorgte, veranstaltet
am Dienstag, dem 3. Dezember 2002, von
15.00 bis 18.00 Uhr
im Vortragssaal des Deutschen Schiffahrtsmuseums,
Bremerhaven, Hans-Scharoun-Platz 1,
sein Jahrestreffen 2002. Auf der Veranstaltung wird nicht nur zurück geblickt, sondern auch nach vorne: Neben einer Rückschau auf die geleistete erfolgreiche Arbeit berichten die Mitglieder des Arbeitskreises über ihre momentanen und zukünftige Vorhaben.
Achtung, Redaktionen!
Zum Jahrestreffen des Arbeitskreises „Geschichte
der deutschen Hochseefischerei“ sind die Medien sehr herzlich mit der Bitte
um Berichterstattung im redaktionellen Teil eingeladen. Nähere Auskünfte
erteilt Dr. Ingo Heidbrink unter Tel. 0471/48207-16 oder Email: heidbrink@dsm.de.
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des Info-Service ist kostenfrei. Wir bitten jedoch bei Druckmedien um Übersendung
eines Belegexemplars.
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