Deutsches Schiffahrtsmuseum

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Info Nr. 16/02 vom 26.11.2002


Hightech aus den USA im Deutschen Schiffahrtsmuseum

Auf der Schiffsbrücke installiertes modernes Nachtsichtsystem einmalig in einem Museum zu bestaunen – Wärmebild erlaubt direkten Vergleich mit visuellem und Radarbild der Außenweser


Einzigartig ist die Abteilung „Moderne Navigation“ im Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven ohnehin schon: Von einer Schiffsbrücke mit originalen Instrumenten blickt der Besucher auf den aktiven Schiffsverkehr auf der Außenweser und kann Navigationsinstrumente wie Kreiselkompaß und Radargeräte ebenso interaktiv in ihrer Funktion erfahren wie die Verfahren der Satellitennavigation. Ganz neu und erstmals überhaupt in einem Museum in Deutschland zu bestaunen ist mit einer hochmodernen Wärmebildkamera nun auch Spitzentechnologie aus den USA.

Die schwimmenden Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge von heute sind aus Gründen der Schiffs- und Verkehrssicherheit verpflichtet, Nachtsichtsysteme zu fahren. Restlichtverstärker, wie es sie in Fernglasgröße inzwischen auch für private Verwender gibt, sind für die Schifffahrt schlecht geeignet, da die vielen blinkenden und blitzenden Lichter der Seezeichen in unseren Revieren sie erheblich stören. Moderne, ursprünglich für militärische Verwendung konzipierte Nachtsichtsysteme arbeiten hingegen mit einem Wärmebild. Mit Hilfe einer Kamera, die Wärmedifferenzen der Objektoberflächen misst, aufnimmt und auswertet, entsteht ein visuelles Bild, das einem schwarzweißen Fernsehbild ähnelt. Beispielsweise gegenüber einem Radarbild besteht der Vorteil dieses Verfahrens darin, dass die so gelieferten Wärmebilder viel leichter zu interpretieren sind, da sie dem vom menschlichen Auge am Tage erfassten Bild ähneln.

Die nun auf der linken Brückennock der DSM-Schiffsbrücke installierte Wärmebildkamera wurde dem Museum von der Deutschen Niederlassung der Firma Raytheon (USA), einem der Marktführer für nautisches und militärtechnisches Gerät, überlassen. „Nun können die Besucher der Brücke direkt das natürliche Bild der Außenweser mit dem Radar- und dem Wärmebild vergleichen, was besonders in den dunklen Wintermonaten interessante Aufschlüsse erlaubt“, erläutert Dr. Albrecht Sauer vom DSM. Auch ein Vergleich der verschiedenen Geräteproportionen ist aufschlußreich und zeigt die Vorzüge heutiger Hochtechnologie: Während für die Unterbringung von Radarschirmen und -anlagen viel Platz benötigt wird, erweist sich die „Thermal Imaging Camera“ der „Nightsight 200“- Serie geradezu als Winzling, deren Bilder
sich per Schnittstelle auch direkt an portable Datenverarbeitungssysteme wie Laptops und Drucker übertragen lassen.

Sachkundige Demonstrationen der Wärmebildkamera – wie der gesamten Schiffsbrückenanlage – finden zu jeder vollen Stunde während der Öffnungszeiten des Museums zwischen 10.00 und 18.00 Uhr statt. Nähere Auskünfte erteilt Dr. Albrecht Sauer, DSM, unter Tel. 0471/48207-25 oder Email: sauer@dsm.de.
 

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Fischereiexperten berichten über ihre Arbeit

Jahrestreffen des Arbeitskreises „Geschichte der deutschen Hochseefischerei“ am 3. Dezember


Der Arbeitskreis „Geschichte der deutschen Hochseefischerei“ am Deutschen Schiffahrtsmuseum, der zuletzt mit der Einrichtung einer Gedenkstätte für die deutschen Hochseefischer in Vík auf Island für Aufsehen sorgte, veranstaltet

am Dienstag, dem 3. Dezember 2002, von 15.00 bis 18.00 Uhr
im Vortragssaal des Deutschen Schiffahrtsmuseums,
Bremerhaven, Hans-Scharoun-Platz 1,

sein Jahrestreffen 2002. Auf der Veranstaltung wird nicht nur zurück geblickt, sondern auch nach vorne: Neben einer Rückschau auf die geleistete erfolgreiche Arbeit berichten die Mitglieder des Arbeitskreises über ihre momentanen und zukünftige Vorhaben.

Achtung, Redaktionen!

Zum Jahrestreffen des Arbeitskreises „Geschichte der deutschen Hochseefischerei“ sind die Medien sehr herzlich mit der Bitte um Berichterstattung im redaktionellen Teil eingeladen. Nähere Auskünfte erteilt Dr. Ingo Heidbrink unter Tel. 0471/48207-16 oder Email: heidbrink@dsm.de.
 

Hinweis: Die Veröffentlichung des Info-Service ist kostenfrei. Wir bitten jedoch bei Druckmedien um Übersendung eines Belegexemplars.
Informationen zum Pressedienst des DSM


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