Deutsches Schiffahrtsmuseum

Presse-Info-Service

Info Nr. 15/98 vom 17.08.1998

Expedition ins Internet und ins reale Museum

Zehn deutsche Museen mit renommierten Sammlungen stellen die Rätselaufgaben - Auch das DSM ist mit von der Partie - Teilnehmer können wertvolle Preise gewinnen

Die Reise auf dieser außergewöhnlichen und dabei völlig ungefährlichen Multimedia-Expedition führt sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Die Spurensuche beginnt auf dem Hochglanzpapier einer populär-wissenschaftlichen Zeitschrift, verführt in ihrem Verlauf manchen Expeditionsteilnehmer dazu, waghalsig durchs Internet zu surfen, und endet schließlich, wenn die Fahndung in der virtuellen Welt noch nicht zum Erfolg geführt haben sollte, mit einem durchaus realen Besuch in mindestens einem von zehn deutschen Museen, die zu Anlaufstationen für die Expedition auserkoren worden sind. Beteiligt an diesem Museumsspiel, bei dem es wertvolle Preise wie eine Probefahrt mit dem Transrapid auf seiner Teststrecke im Emsland zu gewinnen gibt, ist auch das Deutsche Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven.

Die Zeitschrift "bild der wissenschaft", deren Redaktion sich dies alles ausgedacht hat, veröffentlicht das Museumsrätsel in ihrer Ausgabe 9/98, die ab 21. August erhältlich ist. Als Partner hat sie zehn Museen gewonnen: Außer dem Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven auch das Museum für Arbeit in Hamburg, das Neanderthal-Museum in Mettmann, das Deutsche Museum in Bonn, das Museum für Post und Kommunikation in Nürnberg, das Deutsche Technikmuseum in Berlin, das Senckenberg-museum in Frankfurt, das Deutsche Museum in München, das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden und das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim.

Zehn Museen, zehn Rätsel: Die Antworten haben Ursprünge, die einen Bogen von den Anfängen der Menschheit bis zu den technischen Revolutionen der heutigen Zeit spannen. Das DSM zum Beispiel fragt im Heft der Zeitschrift nach einem Gegenstand, in dem Rotation und Stabilität, größte Geschwindigkeit und größte Trägheit vollendet miteinander vereint sind.

Wem diese Formulierung zu vieldeutig ist, der sollte per Mausklick einen Blick ins Internet riskieren oder aber dem Museum einen Besuch abstatten: In der Schausammlung wird er, so hofft jedenfalls der beteiligte DSM-Wissenschaftler Dr. Albrecht Sauer, ohne jeden Zweifel auf die richtige Lösung stoßen. Die interessante Kombination von Druckmedium, Internet und realer Ausstellung im Museum ist bislang noch nirgends versucht worden. Die Museen und die Redaktion der Zeitschrift sind daher gespannt, wie das Spiel bei den Leser-Surfer-Besuchern ankommen wird; sie hoffen auf rege Teilnahme.

Ein Feuerschiff für Anspruchsvolle

Neuer attraktiver DSM-Modellbaubogen soeben erschienen - Schwimmendes Seezeichen aus der Humbermündung dient heute im City Sporthafen Hamburg als Kulturzentrum und Gastronomiebetrieb -

Bis 1989 tat das "Light Vessel No. 13" vor Englands Küste seinen Dienst, zuletzt in der Humber-Mündung. Nach der Ausmusterung lag LV 13 wie alle anderen englischen Feuerschiffe auch auf der Reede von Harwich, die Laternen mit Tüchern verhängt. 1991 erwarb Kapitän Wulf Hoffmann das Schiff, schleppte es, da es nie einen eigenen Antrieb besessen hatte, mit seinem Kümo "Gertje" nach Hamburg. Seitdem dient das einstige schwimmende Seezeichen im City Sporthafen Hamburg Vorsetzen als Kulturzentrum und Gastronomiebetrieb. Dieses Unternehmen, das als "Das Feuerschiff Hamburg" firmiert, ist auch der Kooperationspartner des Deutschen Schiffahrtsmuseums (DSM) in Bremerhaven, das soeben den Modellbaubogen "Das Feuerschiff LV 13 von 1952" herausgebracht hat - einen Bogen für anspruchsvolle Kartonmodellbauer, wie DSM-Museumspädagoge Dr. Siegfried Stölting betont.

Dennoch macht Stölting Mut: "Mit etwas Übung und viel Sorgfalt schon beim Ausschneiden oder sogar vor dem Ausschneiden - wenn der Könner die Reling mit gewachstem Zwirn oder Silberdraht zu einem originalgetreuen Aussehen bringen will - ergibt der Bogen einen sehr detailreichen und attraktiven Nachbau im Maßstab 1:100". Das Ergebnis wird auf jeden Fall das Herz des Erbauers höher schlagen lassen. Das 1952 in Darthmouth gebaute LV 13 erscheint als Modell wieder farbenprächtig in seinem ursprünglichen äußeren Zustand, in den es Kapitän Hoffmann wieder hatte zurückbauen lassen. Am Modell ist sogar der Hauptanker vorhanden, den der neue Eigner samt Kette entfernen ließ, um Platz für die gastronomischen Einrichtungen zu schaffen. Auch der Hubschrauberlandeplatz auf dem Achterdeck ist besetzt.

Das aus einer fünfseitigen detaillierten Bauanleitung und 13 Einzelbogen bestehende Werk kostet DM 20,- und ist beim Deutschen Schiffahrtsmuseum erhältlich.

Hinweis: Die Veröffentlichung des Info-Service ist kostenfrei. Wir bitten jedoch bei Druckmedien um Übersendung eines Belegexemplars.


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