Hansekogge von 1380Deutsches Schiffahrtsmuseum

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Wolfgang Rudolph
Des Seemanns Bilderwelt
Volkskunst der Fahrensleute an der Ostseeküste von 1750 bis 1900
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 32
Verlag Die Hanse, Hamburg
1993, 195 S., 277 Abb, davon 28 farbig, Großformat, gebunden
EUR 12,70   ISBN 3-434-52484-3
Vergriffen.

Zum Inhalt:
Wolfgang Rudolph, langjähriger Autor maritimer Literatur zur Volkskunde, behandelt hier ein von der internationalen maritimen Kulturgeschichtsforschung bislang völlig unbeachtetes Thema: die Welt der einstmals "kleinen Leute" an Bord und an Land des südlichen Ostseeraums.
In einer fundierten Untersuchung stellt er eine Fülle von Bildmotiven vor, wobei Dekorationen von Seekisten oder Tätowierungen der Seeleute ebenso Berücksichtigung finden wie die für die Familie bestimmten Mitbringsel oder der Stubenschmuck im Seemannshaushalt. Die vielen Dinge, die da gesammelt wurden – vom Muschelteller bis zum bemalten Bierkrug – mögen manchem als Kitsch erscheinen. Doch Rudolph zitiert in diesem Zusammenhang den bekannten Volkskundler Adolf Spamers: "Ob ein Gegenstand Volkskunst ist oder nicht, entscheidet allein das Volk selbst. Und zwar lediglich dadurch, daß es diesen oder jenen Gegenstand für ein Kunsterzeugnis hält und seinem Haushalt oder allgemeinen Gebrauch einverleibt", ungeachtet, ob es sich dabein um "Gutes oder Schlechtes, Erfreuliches oder Unerfreuliches" handelt.
Beispiele aus dem Volkskunstschaffen der Seeleute sowie von erworbenen Gegenständen der Bilderwelt des Schiffsvolkes dienen in diesem Buch dazu, den Ideenreichtum und die Aneignung der maritimen Kultur an der Ostseeküste deutlich zu machen. Die Zeitspanne der umfangreichen Untersuchung umfaßt die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts sowie das gesamte 19. Jahrhundert, mit Ausblicken bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges.
Rudolphs Hauptaugenmerk gilt den Matrosen und Küstenfischern sowie den Kahn- und Schutenschiffern.

Der Autor:
Dr. Wolfgang Rudolph, Jahrgang 1923, war nach dem Kriege zunächst am Heimatmuseum der Insel Rügen, danach (seit 1958) im Institut für deutsche Volkskunde an der Deutschen Akademie der Wissenschaften in Berlin tätig: als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die volkskundliche Inventarisation der maritimen Kultur in Mecklenburg-Vorpommern. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Aufsätze und Monographien zur maritimen Volkskunde.


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