
Jenny
Sarrazin/André van Holk
Schopper und Zillen
Eine Einführung in den traditionellen
Holzschiffbau im Gebiet der deutschen Donau
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums,
Band 38
Verlag Die Hanse, Hamburg
1996, 205 S., 196 Abb., Großformat,
gebunden
EUR 50,10
Zum Inhalt:
Noch bis zum Zweiten Weltkrieg ließen
sich entlang der deutschen Donau zahlreiche "Schopperplätze" finden,
auf denen hölzerne Fischerboote und Frachtschiffe von bis zu dreißig
Metern Länge hergestellt wurden. Das eintönige Klopfgeräusch
des "Schoppens", also des Abdichtens der Schiffsfugen mit Moos, gehörte
damals zum Alltag.
Heute dagegen sind "Zillen", wie die typischen
Schiffe und Boote der Donau genannt werden, selten geworden. Nur wenige
Schopper fertigen jetzt noch Fahrzeuge dieses Typs, dessen Aussehen und
Konstruktion sich wahrscheinlich seit dem Mittelalter nur sehr wenig geändert
hat.
In mehrjähriger Spurensuche sammelten
die Volkskundler und Schiffsarchäologen Jenny Sarrazin und André
van Holk Material zu diesem traditionsreichen Schiffstyp, vermaßen
und fotografierten zahlreiche Fahrzeuge und befragten die Eigner zu Handhabung
und Nutzung. Vor allem aber dokumentierten sie die Arbeitsweise der letzten
Schopper, ihre Techniken und Werkzeuge.
Das Ergebnis dieser intensiven Feldforschung,
die sich nicht allein auf die deutsche Donau, sondern auch auf ihre Nebenflüsse
und Seen erstreckte, dokumentiert dieser reich bebilderte Band.
Die Autoren:
Dr. Jenny Sarrazin studierte Volkskunde
und Geschichte an der Universität Münster, bevor sie sich mit
einem Diplom in "Maritime Studies" der University of St. Andrews/Schottland
ganz der maritimen Forschung verschrieb. Sie ist heute als Museumsleiterin
tätig.
André van Holk hat an der Universität
Groningen Geographie und Vor- und Frühgeschichte mit dem Schwerpunkt
Schiffsarchäologie studiert. Seine Dissertation untersucht das Leben
an Bord von Binnenschiffen anhand von Ausgrabungen in den IJsselmeerpoldern.
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