
Ekhart
Berckenhagen
Schiffahrt in der Weltliteratur
Ein Panorama aus fünf Jahrtausenden
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums,
Band 40
Verlag Die Hanse, Hamburg
1995, 335 S., 243 Abb., davon 67 farbig,
Großformat, gebunden
EUR 50,10
Zum Inhalt:
Schiffahrt ist, seit die Menschen sich
auf das Wasser wagten, wichtige wirtschaftliche Lebensgrundlage und persönliche
Herausforderung. Zugleich hinterließ die Begegnung "mit dem vollen
Zauber des Meeres", das – mit einem Wort von Paul Valéry – "die
Bahn freigibt oder den Weg verstellt", tiefe Spuren im Empfinden, in der
Phantasie und auch der technischen Kreativität des Menschen. Kein
Wunder also, daß das Meer selbst, aber auch Schiffahrt und Schiffbau
eine bedeutende Rolle in der Weltliteratur gespielt haben, in Mythen aus
Ur und Babylon, in der Bibel, dem Talmud und dem Koran ebenso wie in Dichtungen,
Chroniken und Biographien bis in unser Jahrhundert.
In einem sehr persönlich gehaltenen
Streifzug durch die weltliterarischen Spiegelungen von historischen Ereignissen
und Phantasiegebilden gelingt es dem Autor, der selbst zu See gefahren
ist, den Bogen zu spannen von Noahs Arche bis zur Kreuzfahrt unserer Tage.
Kristallisationskerne der einzelnen, chronologisch und systematisch konzipierten
Kapitel sind bedeutende historische Epochen wie die europäische Entdeckung
der Welt im 15. und 16. Jahrhundert oder die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert,
entscheidende technische Entwicklungen wie der Übergang vom hölzernen
Segler zum eisernen Dampfer im 19. Jahrhundert, schließlich auch
herausragende Figuren wie der große Dulder Odysseus. Wale, Nereiden
und Meermänner treten auf, aber auch fiktive und reale Kapitäne
wie Ahab, Nemo, Columbus und Bligh.
Entstanden ist eine einzigartige, reich
illustrierte literarische Kulturgeschichte der Schiffahrt.
Der Autor:
Ekhart Berckenhagen, 1923 in Demmin (Pommern)
geboren und im Frühjahr 2001 gestorben, studierte in Danzig, Halle/Saale
und Berlin (West) Kunstgeschichte, Klassische und Vorderasiatische Archäologie.
Nach seiner Promotion 1952 war er an den Staatlichen Museen Preußischer
Kulturbesitz in Berlin tätig, von 1973 bis zu seinem Ausscheiden 1985
als Direktor der Kunstbibliothek. Neben seinen zahlreichen Publikationen
zu einzelnen Künstlern (z.B. Pesne und Graff) und zur Architekturgeschichte
erschienen immer wieder kulturgeschichtliche Arbeiten zu Seefahrt und Schiffbau.
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