
Kirsten
Langenbach
Eisenzeitliche Schiffsausrüstung
im Bereich von Nord- und Ostsee
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums,
Band 49
Verlag Die Hanse, Hamburg
1998, 220 S., 116 Abb., Großformat,
gebunden
EUR 40,–
Zum Inhalt:
Über Schiffsbautraditionen – skandinavische,
mitteleuropäische, slawische und mittelmeerische – ist in den letzten
drei bis vier Jahrzehnten viel geforscht und veröffentlicht worden.
Die Ausrüstung, also die Teile, die zum Betrieb eines Schiffes und
zum Leben an Bord gehörten, gerieten dabei nur selten in den Blick.
Kirsten Langenbach widmet sich erstmals
ausschließlich diesen Details und untersucht eingehend das archäologische
Fundmaterial sowie schriftliche, bildliche und ethnologische Quellen für
Mittel- und Nordeuropa unter Einbeziehung der britischen Inseln.
Zeitlich ist der Rahmen nach erweitertem
skandinavischem Muster von 500 v. Chr. bis 1200 n. Chr. gesteckt, weil
nicht das Ende der Wikingerzeit in der Mitte des 11. Jahrhunderts eine
deutliche Entwicklungsgrenze markiert, sondern erst die veränderte
Schiffbautechnik im 13./14. Jahrhundert. Sorgfältig werden nicht nur
die eindeutig schiffahrtsbezogenen Ausrüstungsteile – wie Steuerruder,
Anker, Beiboote, Paddel, Riemen oder Takelungsteile – untersucht, sondern
auch Gegenstände, die zum Leben an Bord und zur Infrastruktur der
Landeplätze gehörten.
Die Autorin:
Kirsten Langenbach, geboren 1962 in Wuppertal,
studierte in Münster und Kopenhagen Ur- und Frühgeschichte, Nordistik
und Alte Geschichte. Sie promovierte 1991 mit dem vorliegenden Werk. Seit
1992 ist sie als Stadtarchäologin in Finsterwalde tätig.
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