Hansekogge von 1380Deutsches Schiffahrtsmuseum

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Franz Selinger
Von »Nanok« bis »Eismitte«
Meteorologische Unternehmungen in der Arktis, 1940-1945
Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums, Band 53
Convent Verlag, Hamburg
2001, 384 S., 129 Abb., Großformat, gebunden
EUR 49,90   ISBN 978-3-934613-12-6   

Zum Inhalt:
Die Wetterentwicklung konnte vor Erfindung und Einführung satellitengestützter Systeme nur mit Hilfe von erdgebundenen Stationen, von Schiffen und Flugzeugen im Rahmen eines weltweiten Austausches von Informationen beobachtet und vorausgesagt werden. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stellten jedoch die neutralen Wetterstationen ihren Dienst ein.
Ab 1940 hatte deshalb das Deutsche Reich, nicht zuletzt im Hinblick auf eigene wie gegnerische großräumige militärische Operationen, mit dem Aufbau eines eigenen Wettermeldenetzes begonnen. Um die so wichtigen meteorologischen Daten aus den Quellregionen des Wetters zu erhalten, ging es dabei insbesondere um Stationen in der Arktis, die für die Wetterlage über dem Festland und dem nord- und westeuropäischen Meer bestimmend ist.
Das neue arktische Wettermeldenetz wurde von Marine und Luftwaffe aufgebaut, stützte sich zunächst auf Schiffe, dann auf Langstreckenflugzeuge und schließlich auch auf bemannte und unbemannte Stationen an unbewohnten arktischen Küsten. Diese Beobachtungsstationen, im wesentlichen mit Meteorologen besetzt und kaum zu irgendwelchen Kampfhandlungen befähigt, wurden im Geheimen auf ihre Positionen gebracht, die Besatzungen mußten dort überwintern und mehrmals täglich die meteorologischen Daten über Funk in die Heimat melden.
Franz Selinger hat diese Unternehmungen untersucht, gestützt auf Berichte von Zeitzeugen, internationale Archive und eigene Nachforschungen, und schildert die wissenschaftlichen und menschlichen Leistungen der eingesetzten Männer, die unter lebensfeindlichen Bedingungen arbeiteten und deren Tun kaum bekannt wurde.

Der Autor:
Franz Selinger, Jahrgang 1915, war nach Ingenieurstudium und Fliegerschule in der deutschen Luftfahrtindustrie von 1938 bis 1945 tätig, dann von 1950 bis 1979 im Hause Siemens, zuletzt als Technischer Vorstand der Niederlassung Ulm.


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