
Klaus
Barthelmess
Das erste gedruckte deutsche Walfangjournal
Christian Bullens „Tag=Register“ einer
Hamburger Fangreise nach Spitzbergen und Nordnorwegen im Jahre 1667
De Bataafsche Leeuw, Amsterdam, in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven
2003, 128 Seiten, 70 teils farbige Abbildungen,
gebunden
EUR 27,50
ISBN 978-90-6707-568-8
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Zum Inhalt:
Als sich Anfang des Jahres 1667 seine
Hoffnungen auf eine Heuer als Seeoffizier in der niederländischen
Kauffahrtei zerschlugen, musterte der deutsche Seemann Christian Bullen
notgedrungen im Mannschaftsrang auf einem Hamburger Walfänger an.
Auf dieser Reise führte er ein Seetagebuch, das, obwohl es schon 1668
im Druck erschien, eine der seltensten und am wenigsten bekannten Quellenschriften
zum europäischen Arktiswalfang des 17. Jahrhunderts ist. Der Autor
beschreibt darin nicht nur die Jagd auf Grönlandwale und Nordkaper
auf den Fanggründen vor Spitzbergen und Nordnorwegen, sondern gewährt
auch detaillierte Einblicke in das Leben an Bord.
Die Schufterei bei der Jagd und Verarbeitung
der tranigen Beute, Notmanöver bei Seestürmen und drohenden Eiskollisionen,
das Begräbnis eines verstorbenen Schiffskameraden, die Rücksichtslosigkeit
der Reeder, aber auch die landschaftliche Schönheit der Arktis und
das folkloristische Erzählgut der polarbefahrenen Walfangveteranen,
alle diese Aspekte behandelt Christian Bullen in seinem Seetagebuch.
Ein ausführlicher Kommentarteil und
eine reiche Bebilderung führen dem heutigen Leser die Lebenswirklichkeit
eines Hamburger Walfängers vor über drei Jahrhunderten vor Augen.
Das erste gedruckte deutsche Walfangjournal ist darüberhinaus eine
bedeutsame historische Quelle zur Wal-Ökologie, Klimageschichte und
Segeltechnik seiner Zeit.
Der Autor:
Der Kölner Walfanghistoriker und
Sammler Klaus Barthelmess ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher und
zahlreicher Aufsätze zum Thema, in die nicht nur seine Studien in
Bibliotheken, Museen und Archiven eingeflossen sind, sondern auch sein
langjähriges Engagement für den Artenschutz der Wale wie auch
seine Feldforschungen auf Walfangschiffen, Verarbeitungsstationen und bei
der Zerlegung gestrandeter Wale.
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